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DER MEDIENSTANDORT POTSDAMER STRASSE IM HERZEN VON BERLIN

mstreet - Medienstandort Potsdamer Strasse

Hintergrundinformationen

Berlins Medienmeile blickt auf eine lange Geschichte zurück

Angelockt durch eine florierende Kulturszene, ließen sich an der Chaussee zwischen Pots-dam und Berlin bereits vor 150 Jahren erste Unternehmen aus der Medienbranche nieder. Die Nähe nicht nur zur „Kladderadatsch“-Redaktion, sondern auch zu Künstlern der Moder-ne wie Adolph Menzel oder Herwarth Walden und den Stars aus Kabarett und Operette - Claire Waldoff und Walter Kollo, um nur einige zu nennen - zog neben der Boheme auch Agenten, Verleger und Bühnen magisch an.

Zu Verlagen wie Rowohlt und Fischer gesellte sich 1923 das damals noch neue Medium Radio: Deutschlands erste Radiosendung wurde aus dem Vox-Haus in den Äther geschickt. Kurzum: An der Potsdamer Straße entstand eine leistungsfähige und innovative Infrastruktur zur Ver-breitung kultureller Güter.

Während der NS-Herrschaft wurde die bedeutende Tradition des jüdischen Berlins auch am Medienstandort Potsdamer Straße fast vollständig ausgelöscht. Auch wenn im Herbst 1945 der 'Tagesspiegel' an der Potsdamer Straße aus der Taufe gehoben wurde, änderte dies nichts daran, dass das Viertel um den Potsdamer Platz mit dem Mauerbau in Westberliner Rand-lage geriet - es wurde ruhig um Berlins traditionelle Medienmeile.

Erst mit dem Fall der Mauer konnte der Standort seine ursprünglichen Trümpfe wieder ausspielen und so das Interesse von Investoren wecken: Rund um den Potsdamer Platz ist in den letzten Jahren ein komplett neues Viertel entstanden, das neben Büroflächen und Wohnraum auch über Entertainmentangebote und Hotels verfügt.

Der Standort heute:
Eine aktuelle Bestandsaufnahme 1

Nicht nur die Bezeichnung 'Medienstandort Potsdamer Straße', sondern vor allem auch das gleichnamige Förderprojekt beziehen sich auf ein klar abgegrenztes Areal: Das Gebiet erstreckt sich nach Osten bis zum Gelände des ehemaligen Potsdamer Güterbahnhofs; nach Westen hin reicht der Medienstandort bis zu den Straßenzügen zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz sowie Kleistpark. Im Süden markieren die Großgörschen- und die Bautzener Straße, im Norden der Landwehrkanal die Gebietsgrenze.

Mit circa 400 vor Ort ansässigen Unternehmen weist der Medienstandort Potsdamer Straße heute eine starke Konzentration im Bereich 'Medien und unterstützende Dienstleistungen' auf. Ein Großteil der Firmen arbeitet neben dem Standort auch im überregionalen bis in-ternationalen Rahmen. Artverwandte Universitäten und Hochschulen sowie berufliche Aus-bildungsstätten befinden sich in der unmittelbaren Umgebung.

Die Medienbranche en Detail

Während sich vor dem 2. Weltkrieg vorwiegend Verlagshäuser und Zeitungen am Standort angesiedelt hatten, präsentiert sich die Medienbranche am Standort heute differenzierter: Mit einem Anteil von 12 Prozent ist das Geschäftsfeld 'Film, TV & Theater' das stärkste am Standort, dicht gefolgt von 'Grafik, Design und Layout' mit 11 Prozent. 9 Prozent der Medi-enunternehmen sind dem Bereich 'Produktion' zuzuordnen; auf den weiteren Plätzen fol-gen 'Werbung, Marketing und PR' mit 8 Prozent, sowie die Bereiche 'IT', 'Agenturen' und 'Dienstleistung Medienservice' mit jeweils 7 Prozent.

Viele Firmen arbeiten crossover, d.h. in mehreren Geschäftsfeldern. Über 95 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz am Medienstandort; dabei verfügen sie über eine ho-he Standorttreue. Insgesamt ist die Medienbranche am Standort sehr jung: Ca. ein Drittel der Unternehmen wurde innerhalb der letzten fünf Jahre, gut die Hälfte in den 90er Jahren gegründet.

Charakteristisch für die Medienwirtschaft am Standort ist darüber hinaus eine breit gefächerte Mischung aus Großunternehmen bzw. Unternehmensgruppen, Mittelständlern und Kleinbetrieben sowie Freiberuflern. 28 Prozent aller vor Ort ansässigen Unternehmen sind Kleingewerbetreibende oder Freelancer.

Zentrale Lage ist Trumpf

Bei der Bewertung der Standortfaktoren zeigt sich die herausragende Bedeutung der in-nerstädtischen Lage. Außerdem bewerten die vor Ort ansässigen Unternehmer die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das Immobilienangebot und das Preisni-veau für Immobilien positiv. Kooperationsmöglichkeiten am Standort, die Nähe zu anderen Medienunternehmen, Kunden und Zulieferern sowie das medienkulturelle Angebot kom-plettieren die positive Seite der Standortbewertung.

Aktive Standortpolitik

Die Initiierung des Mediennetzwerkes Potsdamer/Bülowstraße bildete den Ausgangspunkt für eine aktive Standortpolitik. In der Folge wurde eine wiederkehrende Medienmesse am Standort ins Leben gerufen; außerdem legte die Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöne-berg das Projekt 'Medienstandort Potsdamer Straße' auf, dessen Auftakt die Fachtagung 'Regionale Cluster' am 16. November 2006 bildet.
Für 2007 ist darüber hinaus eine Standortkonferenz geplant.

Der Standort hat nun einen Namen

Der Name, mit dem der Standort entlang der Potsdamer Straße nun von sich reden machen wird, ist mstreet. (wie Mitte, Medienmeile, Messages). Der Imagefilm zum Standort von Bertram von Boxberg soll diesen Namen an die Öffentlichkeit transportieren.

1 Die Daten im Text beziehen sich auf die Studie zum Medienstandort Potsdamer/Bülowstraße, Berlin 2005. Download unter: http://www.medienportal-berlin.de/download/standortprofil.pdf.
U-Bahnhof Bülowstrasse
mstreet termine
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